wo hard-, soft- und wetware eine gar wundersame verbindung eingehen

Mittwoch, Januar 25, 2006

Humpn'n'Kniffln

Wußtet Ihr schon, daß Malte total ausflippt, wenn er beim Spielen verliert?

10 Comments:

Blogger malte said...

Ja gestern Abend bin ich ja gerde nicht ausgeflippt! Was nur ein Anzeichen von Verweichlichung und moralischem Nierdergang ist. Es ist ganz ausgesprochen eine schlechte menschliche Eigenschaft, verlieren zu können. Nee, also diesem "Dabei-sein-ist-alles"-Schwachsinn kann ich nichts abempfinden. Man stelle sich mal das alte Olympia unter so einer Maxime vor...

12:23

 
Blogger lars said...

Verlieren zu können ist doch keine pauschal menschliche Eigenschaft, allerhöchstens die Eigenschaft einer Gruppe von Menschen, zu der Du dann wohl nicht gehörst, ader der Du Dich durch Verweichlichung im Alter annäherst. Man könnte somit sagen, Du verlörest eine Eigenschaft, weil Du sie offensichtlich nicht mehr in so ausgeprägter Form besitzt. Deine Eigenschaft schwindet. Hoffentlich geschieht das nicht auch noch mit Deinen Prinzipien - sonst flögest Du bald gar noch nach Übersee.

14:52

 
Blogger malte said...

Ich halte Deine Argumentation für nicht zutreffend, offensichtlich in Übereinstimmung mit Dir, denn später widersprichst Du ihr selbst. Wenn "verlieren können" die Eigenschaft einer Gruppe -sagen wir lieber Menge- wäre, würde diese Eigenschaft per se nichts (oder fast nichts) über ein Element der Menge aussagen. Eine Menge kann z. B. die Eigenschaft tragen, sechszählig zu sein (z. B. die Menge der Elektrooophysiologen), aber es macht keinen Sinn deshalb zu sagen, der individuelle Elektrooophysiologe X sei sechzählig. Man kann Eigenschaften zwar mengentheoretisch definieren (so machen es wohl die Nominalisten gerne), z. B. im Sinne von: die Eigenschaft P ist das, was die Individuen I1, I2 und I3 gemeinsam haben, damit ist P aber immernoch etwas anderes als eine Eigenschaft der Menge {I1, I2, I3} (Irgendwelche Logik-Tutoren in der Nähe? Nein? Gott sei Dank...). Es entspricht nicht dem Sprachgebrauch von "verlieren können", dies als Eigenschaft einer Menge aufzufassen, und Du verwendest das Prädikat ja später selber als "Prädikat erster Stufe", nämlich als Eigenschaft eines Individuums ("Du verlörest eine Eigenschaft..."). Naja, kurz und gut, wenn ein Individuum nicht verlieren kann, flippt das Individum aus, wenn es verliert. Ok, es gibt noch den Fall, dass eine Gruppe ausflippt, wenn ein Individuum gewinnt... Ist es dann eine Eigenschaft der ausgeflippten Gruppe nicht verlieren zu können? Oder der Individuen, die die Gruppe bilden?

Ja Verzeihung, mit irgendeiner Ausrede muss ich mich doch von den Biochemie Büchern fernhalten...

16:24

 
Blogger lars said...

Tschuldigung für das Missverständnis: Ich habe selbstverständlich nicht die "Eigenschaft einer Gruppe" gemeint, sondern die Eigenschaft eines Menschen (gerne auch eines Inividuums), die sich auch bei anderen Menschen wiederfindet. Fasst man nun diese Menschen als eine Gruppe zusammen, so ist dann eben diese Eigenschaft ein Merkmal, dass den Mitgliedern dieser Gruppe gemeinsam ist. Insofern habe ich es mir erlaubt, lax von der "Eigenschaft einer Gruppe von Menschen" zu schreiben. Mit Deiner Schlussfrage "Oder der Individuen, die die Gruppe bilden?" hast Du es ja quasi formuliert.
Allerdings wollte ich eigentlich mehr auf die Veränderungen hinweisen, als denn eine Logik-Nachhilfestunde auszulösen. So liest halt jeder die Texte und das, was zwischen den Zeilen steht, anders. Aber immerhin habe ich Dich prima vom Lernen abehalten.

17:40

 
Blogger malte said...

Naja, 'ne Nachhilfestunde sollte es natürlich nicht sein, dieser Logik-Kram übt einfach so eine gewisse Faszination auf mich aus (Differntialgleichungen zu lösen ist mir für meine Freizeit einfach zu trivial, das macht ja mittlerweile jeder...).
Im Ergebnis muss man dann eben sagen: Malte kann doch verlieren. Dass ich es nicht könne, war wohl wieder nur so eine Selbststilisierung an der Theke. Aber eine Kneipe ist ja auch so eine Art Bordell des Geistes, da kann man sich in Worten jede intellektuelle Phantasie erfüllen: vom Gutmenschen bis zum Diktator. Und beim nächsten Tageslicht führt man dann sein moralisch eigenschaftsloses Leben weiter.
Achja, Biochemie. Kann mich nicht mal jemand provozieren, mich hier über die katalytische Triade in Serin-Proteasen auszulassen? Nein? Auch so ein Thema außerordentlicher philosophischer Relevanz...

12:48

 
Blogger Theo said...

Na dann leg mal los: Wie entsteht die CH2O- Gruppe von Ser 195 des Chymotryopsins und durch welchen Mechanismus kann diese Serin-Protease ihr Substrat abbauen? Welche Rolle spielt dabei das Asp 102?
Betrachted nun mal die Acetylcholinesterase, die auch über ein Serin ihre katalytische Wirkung entfaltet. Welche Rolle spielt hierbei das Trp, das in direkter Nachbarschaft zum diesem Ser liegt?
Nach welchem Wikungsprinzip katalysieren Antikörper, die durchaus Enzymwirkungen entfalten können, eine enzymatische Reaktion?
....

16:50

 
Blogger malte said...

Ah, ich vergaß, wir haben ja auch Molekularbiologen unter den befreundeten Lesern.
Hast Du den ganzen Käse etwa noch im Kopf? Oder nur zufällig gerade die Word-Datei mit Deinem Prüfungsprotokoll aufm Desktop gehabt? Zum Chymotrypsin könnte ich einiges sagen, zur Acetylcholinesterase noch nix (danke für den Tip!), naja, aber da die meisten Proteasen auch relativ unspezifisch Esterbindungen hydrolysieren, würde ich mal tippen (super Transferleistung...), dass umgekehrt auch diese Esterase über einen nukleophilen Angriff der deprotonierten Serin-Hydroxylgruppe am Carbonylsauerstoff des Acetylcholin die Bindung knackt. Hmm, das würde wohl bedeuten, dass ein Acyl-Intermediat entsteht... keine Ahnung... ich guck gleich mal nach.
Bei wem hast Du die Prüfung gemacht?

18:29

 
Blogger Theo said...

Bei Müller, Enzymologie. Hat bei mir nur die klassischen Enzymfragen gestellt.

10:05

 
Blogger Theo said...

Ach, wann ist denn die Prüfung???

10:06

 
Blogger malte said...

Am 06.02.

13:34

 

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